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1912 war nach vielen Schwierigkeiten die Verbindung des fruchtbaren Agrarlandes um Vorchdorf mit der schon damals sehr bekannten Kurstadt Gmunden zustande gekommen. Man hegte große Pläne in Oberösterreich, hatte sich doch der elektrische Bahnbetrieb, wie er von der Unternehmung Stern & Hafferl vorgeschlagen wurde, glänzend bewährt. Mit der Bahn kam auch der elektrische Strom aufs Land.
Viele Linien, die als Dampfeisenbahn hoffnungslos unrentabel geblieben wären, konnten so verwirklicht werden und das Zeitalter der Postkutsche beenden.
Die wohldurchdachten Pläne einer Verbindung der Traunseebahn mit der Straßenbahn in Gmunden scheiterten am ersten Weltkrieg und der Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Dennoch waren beide Bahnen unentbehrlich geworden und sind es heute erst recht.
Die Aufgabe der Traunseebahn liegt heute im Touristik-, Pendler- und Schülerverkehr. Der immer bescheiden gebliebene Güterverkehr mußte wegen des zeitraubenden Umladens von Normal- auf Schmalspur aufgegeben werden, doch unzählige Waggons Ziegel sind aus Baumgarten-Waldbach zu Baustellen nach Gmunden und Vorchdorf befördert worden.Mit der Verlegung der Endstation von Traundorf zum Seebahnhof im Jahre 1990 ist die Bahn näher zum Zentrum Gmundens gerückt. Badeanlage, Dampfersteg, Grünbergseilbahn und Gastronomie sind jetzt in unmittelbarer Nähe. Am Seebahnhof können Sie in einer liebevoll gestalteten Ausstellung den Weg “Von der Pferdeeisenbahn zur Elektrischen” verfolgen.
Vom Traunsee über die starke Steigung der Gletscher-Endmoräne, auf der alten Pferdebahntrasse nach Engelhof, dem ältesten Bahnhof Österreichs, weiter ansteigend zur Wasserscheide zwischen Traun und Laudach bei Eisengattern, wo auch beim “Bratlwirt” die Tausendjährige Linde steht: in ihrem hohlen Stamm haben Tisch und Bänke Platz! Über Kirchham erreichen Sie Vorchdorf, wo in der Brauerei Schloss Eggenberg Österreichs stärkstes Bier (23 Grad Stammwürze) gebraut wird.
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